Störti 2018. Schon gesehen, leider GEIL!

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Samstag, 23. Juni 2018, zwischen 18 und 19 Uhr: Die Menschen machen sich bereit. WM-Fußballspiel gegen Schweden gucken – und die Anderen für die Premiere der neuen Störtebeker-Saison auf Rügen. Steigende Spannung auf allen Ebenen…

Danke!
Ein Störtebeker-Feuerwerk aus einer anderen Perspektive. Also direkt HINTER den Kulissen, auf der anderen Seite des Boddens aufgenommen. (Foto: Marius Jaster)

Bevor sich „Störti“ in den nächsten Jahren  persönlich um die Schweden kümmert (heute haben die Fußballer das ja gerade so geschafft und Störtebeker anschließend ein schönes Feuerwerk in den Himmel gezaubert), muss er erst mal selbst ankommen.

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Alexander Koll ist „Klaus Störtebeker“ für den neuen Zyklus, der bekanntlich alle 5 Jahre neu beginnt… Und lustig ist er auch. Nach der Probe kam er ins Restaurant „Zum Störti“ und ich sagte zu ihm: „Dass Du Dich ohne Dein Pferd hier rein traust“. – „Ja, ich hab auch schon überlegt, aber die Türen sind zu niedrig“, war seine Antwort.
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Der „Kleene“ Sachse fetzt. Am Anfang schon und immer wieder. Letztes Jahr war er bei den Proben vom Esel gefallen, hatte einen lädierten Arm und wurde ersetzt. Dieses Jahr ist ER DA und wird sich wohl mit dem – ganz schön großen – Esel inzwischen angefreundet haben. Sieht zumindest so aus. Nur als ihn einer fragt: „Warum bist DU so klein“, kommt die prompte Antwort: „Und warum bist Du so hässlich?“ Nicht der erste und nicht der letzte Lacher dieses Abends.

„Ruf der Freiheit“ heißt das Stück, das bis 8. September täglich (außer Sonntags) läuft. Egal, was das Wetter macht. Ich sag’s mal so: Die Mannschaft ist wetterfest. Das Wetter, das in diesem Freilufttheater eine Veranstaltung ausfallen lassen könnte, ist noch nicht erfunden.

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Aktion mit Mensch und Tier sind den ganzen Abend allgegenwärtig

Seit 26 Jahren gibt es durch Intendant Peter Hick (+ Familie + alle, die fleißig mitmachen)  die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek in nie zuvor da gewesener Qualität. Und jedes Jahr ist etwas NEU. Nicht nur im Programm, sondern auch auf der Bühne. Sie ist zu einem echten Schmuckstück gereift – und mal sind es die Toilettenanlagen, mal die Sitzplätze, mal die Technik in den entsprechenden Türmen… in diesem Jahr das Gasthaus „Zum Störti“ neu eingeräumt … immer wieder etwas Neues!

Nur der Adler scheint immer der gleiche zu sein – und jedes Jahr ein bisschen größer.

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Ja, da gibt es echt süße Szenen! Auch andere. Die „Hübsche“ mit den langen Locken stürzt sich vom Turm, ist tot und dann doch in echt am Tisch beim Abendessen…  Das ist schon putzig alles. Theater eben. Woher sie ihren blauen Fleck am rechten Arm hat? Tja, echte Aktion hinterlässt Spuren.

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Sina Valeska Jung ist neu im Störtebeker-Team. Bekannt ist sie schon aus dem Fernsehen – und JA, es sieht gefährlich aus, aber: „Sie will doch nur spielen“. Und DAS macht sie als Selma ganz schön gut! Bis sie tot ist – aber zwischen tot sein und Abendbrot kann sie ja noch einmal auferstehen und in Königin Margaretes Rolle schlüpfen. Toll gemacht! Und außerdem gibt es ja für solche Fälle Stunt-Doubles

Gut. Um was geht’s? Störtebeker ist wieder da. Wie jeden Sommer.

Hier die Kurzbeschreibung des Inhalts:

Die Geschichte um den legendenumwobenen Piraten Klaus Störtebeker beginnt um 1395, in der Nähe der Stadt Barth, auf dem Hof seiner Familie Alkun. Von dort ist unser Held Klaus von Alkun vor vielen Jahren in die Welt aufgebrochen, um sich zu bilden und Erfahrungen zu sammeln. Nun kommt er, mit dem auf der Wanderschaft gefundenen Freund Aydan, nach Hause zurück.

Klaus findet den Hof seiner Familie abgewirtschaftet vor, die Mutter tot und der Vater zu geschwächt, um den Hof allein erfolgreich in die Zukunft zu führen. Klaus will zusammen mit seiner Jugendliebe Selma, seinem Freund Aydan, dem Vater und Martha, der guten Seele der Alkuns, das Gut wieder aufbauen und zu neuem Glanz verhelfen, um dann seine große Liebe, nach der er sich so gesehnt hat, endlich zu heiraten.
Doch in Stralsund arbeiten die Geschwister Dorothea und Rüdiger von Achenbach gegen die Pläne von Klaus Störtebeker. Als Kinder sind sie zusammen aufgewachsen. Dorothea war damals in Klaus verliebt, wurde jedoch von ihm abgewiesen. Ihr Bruder Rüdiger hatte es schon immer auf Selma, die Braut von Klaus abgesehen. Jetzt versuchen sie aus Rache für die früheren Verletzungen, den Alkun-Hof mit seinem fruchtbaren Land und seinen wertvollen Lehmvorkommen an sich zu reißen und Selma nach Stralsund ins Bett von Rüdiger zu zwingen. Dabei schrecken sie nicht vor Intrigen, Gewalt und Mord zurück.

Während einer festlichen Bischofsweihe in Stralsund lernt Klaus von Alkun Goedeke Michels kennen: Raufbold, Frauenheld und wohl der gefährlichste und kühnste Seeräuberhauptmann dieser Zeit. Ausgerechnet mit ihm gerät Klaus in Streit, aus dem dann aber eine unzertrennliche Männerfreundschaft wächst. Gemeinsam mit dem erfahrenen Krieger Aydan nehmen sie den Kampf gegen die von Achenbachs auf.
Immer noch ist Mecklenburg mit der Dänenkönigin Margarete im Krieg. Der Monarchin geht es vor allem um Stockholm. Für diese letzte mecklenburgische Bastion ist die Königin bereit mit dem Mecklenburger Herzog Johann in Stralsund zu verhandeln. Dabei werden beide Zeugen des blutigen Zweikampfes zwischen Klaus von Alkun und seinem Widersacher Rüdiger von Achenbach. Sowohl Johann als auch Königin Margarete sind von Klaus beeindruckt, dass sie ihn gern in ihre Dienste nehmen wollen. Klaus` Herz schlägt für Mecklenburg, aber auch das Angebot der Königin ist sehr verlockend. Für wenn wird er sich entscheiden?

Mit Goedeke an seiner Seite und einer taufrischen Mannschaft segelt er in neue Abenteuer – ab jetzt von allen genannt: Klaus Störtebeker.

Mehr wird nicht verraten. Außer die Tatsache, dass es sich in diesem Jahr wirklich, also WIRKLICH lohnt!

Ticket-Hotline: 038 38 / 31 10 – 0

http://www.stoertebeker.de

Und hier einfach ein paar Eindrücke des Abends. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte… aber die eigentliche Ansage gibt es eben NUR: Wenn Du live dabei bist!

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Wie immer heiß umringt: Wolfgang Lippert, alias „Lippi“ – hier nach der ersten Hauptprobe mit dem unverwüstlichen Wetter-Werner von Antenne MV

DSC_0276 Auch in diesem Sommer beeindruckt „Lippi“ mit seinen Balladen das Publikum… und „Selma“ hat ihre eigenen Sorgen – hier mit Papa.

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Oh wie schön ist der Klang von Bratpfannen auf Männerköpfen. Hoffentlich schauen sich die Frauen da nicht zu viel ab.
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Störti mit seiner Selma – ein Traumpaar

 

Fotos: © Sabine Funke / Marius Jaster

 

Autor: Marius Jaster

Aus Liebe zur Natur, besonders aber zum Meer und zu den Landschaften, die von Wind und Meer geprägt sind, bin ich seit einigen Jahren als Ostseereporter unterwegs gewesen. Jetzt treibt mich als Inselreporter die Sehnsucht bevorzugt auf die Inseln, die ich mag. Und zwar nicht nur die der Ostsee. Ich arbeite als Freier Publizist und publiziere in verschiedenen Medien durch Texte, Bilder, Filme, sowie durch eigene Bücher.


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