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Der ausgebrannte Geldtransporter

Die Pozilei braucht Hilfe – und es gibt Geld. Aus diesen Gründen packe ich hier mal die aktuelle Pressemeldung einfach rein – und die von zuvor, also was passiert ist, auch. Gelten zwei Dinge: „Augen auf im Straßenverkehr“ und: „So Räubereien macht man nicht! Dem Gesetz der Energie folgend kommt einer und nimmt Dir dann auch was weg“.

Mecklenburg-Vorpommern (ots) – Am frühen Morgen des 02.03.2023 kam es auf der Bundesautobahn A20, Anschlussstelle Gützkow im Bereich der Auffahrt in Fahrtrichtung Stettin zu einem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem die Täter den Geldtransporter ausbremsten und zum Anhalten zwangen um ihn in der Folge unter Einsatz schwerer Waffen und Werkzeuge aufzubrechen und Bargeld in Millionenhöhe zu entwenden. Im Anschluss zündeten die Täter den Geldtransporter und die eigenen Fluchtfahrzeuge an und entkamen auf unbekanntem Weg.

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Die Ermittlungsbehörden sind zur Aufklärung dieser Straftat auf sachdienliche Hinweise oder Beweismittel aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise oder Beweismittel, die die Ermittlungen erheblich fördern, werden bei Überführung der Täter mit einer Geldsumme von bis zu 10.000 EUR belohnt.

Über die Zuerkennung und Auszahlung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte und ihnen gleichgestellte Berufsgruppen, deren berufliche Verpflichtung die Verfolgung und Aufklärung von Straftaten umfasst, bestimmt.

Sachdienliche Hinweise werden vom Polizeipräsidium Neubrandenburg unter der
Telefonnummer 0395 5582 2224, schriftlich über das Emailpostfach:
kpi.anklam@polmv.de oder die Online-Wache unter www.polizei.mvnet.de
entgegengenommen.

Die ursprüngliche „unterhaltsame“ Meldung:

Gützkow (ots)

Am 02.03.2023 kam es in den frühen Morgenstunden um 06:28 Uhr zu einem sensationellen Raubüberfall auf einen Geldwerttransporter im von Urlaubern sehr beliebten Mecklenburg-Vorpommern, wobei ein Betrag in Millionenhöhe erbeutet wurde. Der Überfall ereignete sich nahe der Kleinstadt Gützkow auf der Zufahrt zur Autobahn A20.

Der Geldtransporter war zum damaligen Zeitpunkt mit zwei sehr erfahrenen Mitarbeitern besetzt. Sie konnten nicht ahnen, was sich wenige Minuten nach Fahrtbeginn – wohlbemerkt im dichten Nebel bei Dunkelheit fahrend – ereignen sollte. So wurden sie mittels eines Transporters in einer fingierten Baustelle ausgebremst und gestoppt und so eingekeilt, dass eine Flucht unmöglich wurde. Durch die Täter wurde der Geldtransporter mit dunkler Farbe beschmiert. Die Insassen sollten so gut wie keine Chance haben, die Täter und ihre Tat wahrnehmen zu können.

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„Ich sah eine vermummte Person und da realisierte ich, dass es ein Überfall war. Es knallte mehrfach. In diesem Moment bekam ich Todesangst.“ So berichtet es einer der beiden Insassen später der Polizei.

Gemäß Polizeiberichten schossen die Täter mehrfach mit Sturmgewehren auf den Geldtransporter. Sie öffneten mit speziellem Werkzeug den Geldtransporter und konnten so auf die Millionen zugreifen. Anschließend wurde das Fahrzeug angezündet – obwohl die Transporterfahrer noch drin saßen! Die Täter konnten flüchten. Ihre Beute betrug rund 3,1 Millionen Euro.

Glücklicherweise wurde niemand körperliche verletzt. Jedoch ist einer der Geldtransporterfahrer bis heute aufgrund der Ereignisse nicht arbeitsfähig.

Beide Insassen werden weiterhin als Geschädigte in diesem Verfahren geführt.

Einen Erfolg konnte die Polizei bislang verbuchen: Ein Tatverdächtiger, gegen den wegen des Überfalls ermittelt wird, sitzt bereits in Haft, allerdings wegen einer anderen Tat.

Aufgrund von Ermittlungsergebnissen ist klar, dass sich die Täter vor und nach dem Überfall in verschiedenen Unterkünften, insbesondere in Ferienwohnungen bzw. Wohnungen für Monteure in Niedersachsen versteckt haben. Zur Anmietung oder Anfrage dieser Unterkünfte wurden missbräuchlich die Personalien des dänischen Staatsbürgers Viktor P. und womöglich auch die des italienischen Staatsbürgers Luca L. verwendet. Deren Ausweise wurden zuvor gestohlen. Die Unterkünfte wurden für drei bis fünf Personen angefragt – immer unter dem Deckmantel, dass es sich dabei um Monteure oder Bauarbeiter einer Firma handelt. Die Rechnungsbeträge wurden bar bezahlt.

Eine Unterkunft der Täter ist der Polizei jedoch noch unbekannt. Daher bittet die Polizei Eigentümer bzw. Vermieter von Ferienwohnungen in Niedersachsen um Mithilfe. Wo wurde eine Unterkunft für den Mietzeitraum vom 02.03.2023 bis zum 05.03.2023 angefragt oder vermietet, wobei die genannten Details (geklaute Identitäten) benutzt worden sind?

Hinweise bitte an die Einsatzleitstelle der Polizei MV unter 0395 / 55822224 oder schriftlich an die Online-Wache unter www.polizei.mvnet.de

Am Rande notiert / Allgemeine Infos:

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Derartige Raubüberfalle sind mittlerweile keine Ausnahme mehr. Erst am 25. Januar dieses Jahres ereignete sich ein ähnlicher Überfall auf einen Geldtransporter nahe Potsdam. Auch hier schossen die Täter mit Sturmgewehren, konnten allerdings am Ende keine Beute machen, da der Geldtransporter flüchten konnte. Es stellt sich hier die Frage, ob die Täter aus dieser Sache womöglich gelernt haben? Im Bereich Niedersachsen konnte im März 2023 offensichtlich ein weiterer Raubüberfall durch die Polizei vereitelt werden. Zeugenhinweise führten die Polizei zu einer Ferienwohnung, in der mehrere, männliche Personen angetroffen wurden. Bemerkenswert dabei ist, dass dort – neben den Personen – etliche verschiedenartige Waffen und Werkzeuge aufgefunden worden sind. Wen überrascht es noch, dass sich unweit dieser Wohnung ein weiteres Geldunternehmen befindet?

Diese Art von Raubüberfällen setzt sehr gut organisierte, hochkriminelle Strukturen voraus. Bekanntermaßen handeln die Drahtzieher eher aus dem Hintergrund heraus, während sich die am Tatort agierenden Täter um einiges mehr der Gefahr langjähriger Haftstrafen aussetzen und auf die strukturbedingt eher einmal verzichtet werden kann. Ähnlich einem Glied einer Marionette, wobei ein Faden in den Händen des Spielers die Bewegungsrichtung bestimmt. Nur dass es sich hier nicht mehr um ein Spiel, sondern um hochkriminelles Verhalten und um die Verwirklichung von Straftaten mit folgenschweren Auswirkungen handelt. Durch dieses rücksichtslose Handeln entsteht vor allem für Unbeteiligte eine Gefahr für Leib und Leben.

Fotos: Polizei /Fluchtautos, Waffen; Geldtransporter dpa

Autor: Marius Jaster

Aus Liebe zur Natur, besonders aber zum Meer und zu den Landschaften, die von Wind und Meer geprägt sind, bin ich seit einigen Jahren als Ostseereporter unterwegs gewesen. Jetzt treibt mich als Inselreporter die Sehnsucht bevorzugt auf die Inseln, die ich mag. Und zwar nicht nur die der Ostsee. Ich arbeite als Freier Publizist und publiziere in verschiedenen Medien durch Texte, Bilder, Filme, sowie durch eigene Bücher.

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