Im „Walfisch“ in Lobbe gibt es ALLES – außer Walfisch…

AKTUELL VORAB: Wenn Sie gerade JETZT schon in der Gegend sind, lassen Sie sich doch von der Spargelsaison im "Walfisch" überraschen! Auch da steht in der Karte mehr als nur: "Lachssteak gebraten mit Spargel, Hollondaise und Kartoffeln..." Also: NIX WIE HIN! Alleine die Umgebung ist schon ein Grund!

…gleich zum Anfang auch die spannende Geschichte zur Entstehung des Gasthofes: Es gab eine Zeit, in der in der Ostsee vor Rügen Walfische lebten. Eines Tages fand der Fischer Kliesow mit seinem Boot einen Wal, der sich in Fischernetzen verheddert hatte. Er befreite den Walfisch und ging seiner täglichen Arbeit nach. Nur zwei Tage später geriet der Fischer bei einem Unwetter in Seenot. Da kam der Wal ihm zu Hilfe und trug ihn auf seinem Rücken zurück an den Strand nach Lobbe. Da der Fischer nun kein Boot mehr hatte, baute er ein paar Meter hinter dem Strand einen Gasthof und taufte ihn – im Gedenken an seinen Lebensretter: „Zum Walfisch“. Das war 1888. Inzwischen ist es der älteste Gasthof auf dem Mönchgut, der sich durchgehend im Familienbesitz befindet. Ja, Familie Kliesow macht es möglich!

So wird seit 130 Jahren – nur wenige Meter vom herrlichen, langgezogenen Sandstrand entfernt – kräftig aufgetischt. Vom kleinen Snack für zwischendurch über köstliches Mittagessen bis hin zum umfangreichen Abendmenü. Im „Walfisch“ gibt es täglich frische Küche auf höchstem Niveau. Vorzugsweise mit frischen Köstlichkeiten aus der Region und natürlich fangfrischem Ostseefisch von einheimischen Fischern. Tradition verpflichtet eben – zumal der Gründer ein vom Wal geretteter Fischer war.

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Familientradition seit 1888. Der Gasthof „Zum Walfisch“ wurde 1888 erbaut und befindet sich seitdem im Besitz der Familie Kliesow, die schon seit vielen Jahrhunderten auf Mönchgut ansässig ist.

Das Angebot der Speisekarte lässt sich an Vielfalt kaum überbieten. Jede Menge an Fischgerichten werden – dazu der Fisch gleich mit erklärt –  ergänzt durch Zaubereien aus Wild und verschiedenen Pfannengerichten bis hin zum deftigen Eisbein. Natürlich warten auch leckere Salatkreationen auf ihre Genießer und für Liebhaber der vegetarischen Küche gibt es auch spezielle Angebote. Am Besten, Sie holen sich den Appetit im Anschluss an diesen Artikel gleich nach Hause, denn die Speisekarte mit den sehr moderaten Preisen steht auch online zur Verfügung. (Das zeigt Ihnen dann die Nixe am Ende des Artikels.) Also wenn ich meinen Schreibtisch wieder verlassen kann, nehme ich „Mönchguter Fischsuppe“ als Vorspeise, einen Hirschbraten mit Rotkohl und Klößen als Hauptgericht, und zum Dessert einen „Lobber Klipper“ – das ist ein fetziger Eisbecher. Und wenn ich Senior wäre, würde ich eine Seniorenportion bestellen – das gibt es nämlich auch, genau wie spezielle Gerichte für die Kinderchen. Also: Schmecken lassen und genießen! „Im „Walfisch“ in Lobbe gibt es ALLES – außer Walfisch…“ weiterlesen

Insel Rügen: Das grüne, heiße Geheimnis des Hornfisch’s

Hornfische erinnern mich ein bisschen an Frauen. „Die vernaschste am besten, wenn sie heiß sind!“ Sonst schmecken sie nicht. 

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Foto: Philippe Bourjon / Wikipedia

Lustige Kerlchen sind sie allemal. Manch ein Gast erschrickt sich und meint, der Fisch auf dem Teller ist schlecht: „Die Gräten sind schon grün“. Na ja, sie haben halt grüne Gräten. Das hat einen Grund: Der Hornfisch ist ein Hecht. Ein Nimmersatt! Er folgt den Heringen und frisst mit seinem spitzen „Schnabel“ den Laich und alles, was da so an kleinen Fischen „kreucht und fleucht“. Und damit er nicht aus Versehen seine eigene Brut vertilgt, hat er grüne Gräten. Denn wenn die Jungtiere ganz klein sind, sehen sie aus wie durchsichtige Gelatine und die grünen Gräten leuchten schön hindurch. Und da kommt der Hornfisch, sieht das und sagt sich: „Ich bin doch ein Hecht, ja ein toller Hecht und kein Vegetarier. Nein, ich fresse kein Grünzeug! Ich nicht!“ So überlebt die eigene Gattung. (Eigentlich entstehen die grünen Gräten durch den Abbau des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zu Biliverdin. Aber WARUM? Eben, dass die nicht ihre eigenen Babys fressen.) Und wann fängt man ihn am besten? Wenn der Raps in voller Blüte steht!

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„Rasender Roland“ nennt sich die Rügener Kleinbahn. Idylle pur, wenn der Raps blüht

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