Meine Joy probiert schon mal die gemütlichen drehbaren Schlummerbänke aus. Denn pünktlich, bevor der Sommer kam, erstrahlte in dem alten Fährdorf Altefähr die Uferpromenade in einem neuen Glanz. Denn vorher war es kaum noch auszuhalten. Der Strand zugewachsen, der Steg am Wasser marode und löchrig, auch schon vor dem Schild, wo die „sanierte“ Uferpromenade endet.


Am 3. Mai 2014 wurde die neu sanierte Promenade feierlich eröffnet. Frisch gesiebter Sand, neue Sitzmöbel, ein Turm für Rettungsschwimmer und eine 40 Meter lange Rampe, die direkt ins Wasser führt, sind neben der kompletten Sanierung des Stegs die Neuerungen.

So haben auch Rollstuhlfahrer die Möglichkeit, ungehindert an den Strand und ins Wasser zu kommen. Damit ist der Weg geebnet für den Titel „Seebad“, für den sich Altefähr beworben hat. Die Auflagen dafür sind allerdings hoch und vor 2016 ist damit nicht zu rechnen.





Wenn dann in Altefähr die Segelyachten aus dem Wasser gehoben werden, steht der Winter direkt vor der Tür. Genau in dieser Zeit des späten Herbstes hat dieser Ort seinen ganz besonderen Reiz.
Dort, wo sich ab April die Angler neben den Urlaubern tummeln und eigentlich immer etwas los ist, hat die Ruhe Einzug gehalten. Kaum eine Menschenseele flaniert auf der Strandpromenade entlang, die Cafes und Restaurants sind fast leer oder direkt geschlossen.

Es ist die Ruhe nach dem Sturm und vor der nächsten Welle, die im Dezember wieder anrollt. Der perfekte Moment für Genießer…

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Zur Gemeinde Altefähr gehören die Ortsteile Altefähr, Barnkevitz, Grahlerfähre, Grahlhof, Groß Bandelvitz, Gustrowerhöfen, Jarkvitz, Klein Bandelvitz, Kransdorf, Poppelvitz, Scharpitz und Schlavitz. Orte rings um Altefähr, die mit „2 bis 5“ Häusern eben mit zur Gemeinde Altefähr zählen und von da aus verwaltet werden.

Vermutlich seit dem Jahr 1200 diente der Ort „bei der ollen Fähre“ als Fährhafen, der Rügen mit dem Festland verband. Hauptsächlich für den Transport landwirtschaftlicher Güter von der Insel Rügen nach Stralsund. Ab 1909 kam die Eisenbahnfähre hinzu, wurde aber nach Fertigstellung des Rügendammes 1936 wieder eingestellt. Inzwischen ist Altefähr ein beliebter Naherholungsort der Stralsunder, der auch von Urlaubern immer mehr entdeckt wird. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September verbindet die Personenfähre „Altefähr“ den Ort mit Stralsund.

Zu den Sehenswürdigkeiten Altefährs gehört die Strandpromenade und die St. Nikolai Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert, ein Backsteinbau mit saalartigem Langhaus und Westturm, dessen Obergeschoss 1692 in Fachwerk erneuert wurde. Der Altar der Kirche von 1746 stammt aus der Werkstatt von Michel Müller. Der Kirchenraum wurde 1912 ausgemalt.

Die urige Kneipe „Hol über“ deutet auf den Ursprung Altefährs hin und ist erster Anlaufpunkt für hungrige Seelen und die Angler. Ein Spaziergang auf der neu gestalteten Strandpromenade führt unweigerlich vorbei an einer kleinen Räucherei bis hin zu einem Eiscafe und weiteren Restaurants.

Vom Wasser ab bergauf sind schon nach knapp 200 Metern die Kirche mit dem alten Friedhof und der Ortskern erreicht. Ein kleiner „Dorfkonsum“ auf der kopfsteinpflasterholprigen Bahnhofstraße wird ergänzt durch einen Bäcker gegenüber, so dass die Grundversorgung gesichert ist.
Ansonsten folgen im Wesentlichen Wohnhäuser aus älteren Tagen, wie sie auch rings um die Kirche zu sehen sind. Beinahe parallel zur Bahnhofstraße verläuft die Bergener Straße, die in der Nähe des Ortskerns auch noch aus ursprünglichen Häusern besteht. Doch nur wenige Meter weiter wurde und wird gebaut, gebaut und wieder gebaut.
Eine Wohnsiedlung hinter zwei Plattenbauten aus DDR-Zeiten sieht auf den ersten Blick ganz ansehnlich aus, doch in den Wohnungen selbst, die billig mit polnischen Betonplatten zusammengeschustert wurden, kämpfen die Mieter mit Schimmel und anderen Problemen. Auf der anderen Straßenseite schießen schnucklige Einfamilienhäuser in einer eigenen Siedlung wie Pilze aus dem Boden.
Ein Campingplatz bietet mobilen Urlaubern ganzjährig Übernachtungsmöglichkeiten direkt neben dem kleinen Wäldchen und in direkter Wassernähe, doch die Idylle des Ursprungs schwindet Jahr für Jahr. Freie Flächen und große Wiesen wandeln sich in Baustellen und Wohnhäuser, nicht zuletzt – dem allgemeinen Trend folgend – auch in Ferienhaussiedlungen.
Dadurch verliert Altefähr seinen ursprünglichen „Alte-Flair“. So kommt es nicht nur mir vor, der ich ja auch zuerst als Besucher den Eindruck hatte, weit weg vom Stress auf einer „einsamen Insel“ zu sein – nein, auch die Einheimischen selbst sehen diesem Treiben mit Argwohn zu. Altefähr will wieder den „Seebad-Status“, den es in ganz alten Zeiten schon einmal hatte, erreichen. Und der hat eben seine eigenen Voraussetzungen, die sich nur durch eine komplette Anpassung an die moderne, bequeme und verrückte Welt erreichen lässt. Und das, obwohl es mit der Ostsee selbst nicht viel zu tun hat. Die Ostsee ist nämlich dort, wo Altefähr nicht ist, denn wo Altefähr ist, ist der Strelasund und daran angrenzend zuerst Boddengewässer.
Allerdings wollte die Gemeindeverwaltung ursprünglich die Bezeichnung „Erholungsort“ verwenden, doch der Bäderverband konterte und empfahl „doch gleich Seebad“ hinzuschreiben. Der Einwand, es sei doch gar kein Ostseestrand da, wurde entkräftet, weil in der Verordnung steht, dass dafür ein Meeresstrand – und kein Ostseestrand erforderlich ist. Wo jetzt in Altefähr das Meer sein soll, ist noch die Frage. Der Strelasund verbindet zwar die Ostsee mit dem Greifswalder Bodden, ist aber nicht das Meer. Wie auch immer: Der neue Strand ist fertig. Also hat Altefähr, nach der schon 1990 liebevoll sanierten Strandpromenade mit ihren besonderen Hinguckern und historischen Bauten, jetzt auch wieder einen richtigen schönen Strand.
Schlendern Sie die Strandpromenade entlang und steigen Sie die Treppe empor in Richtung Kurpark, stehen Sie unweigerlich im Kurpark und sehen schon nach wenigen weiteren Schritten das griechische Restaurant „ATHOS“. Der Geheimtipp für alle hungrigen Mäuler, auch aus der Umgebung, die auch bei einer späten Anreise oder im Winter noch etwas essen möchten, wenn weit und breit schon alles geschlossen ist.
Erleben Sie also in Altefähr griechische Gastlichkeit mit fantastischem Blick auf den Strelasund. Wählen Sie aus einem umfangreichen Speisenangebot. Lassen Sie sich verwöhnen im mediterranen Flair des großzügigen Gastraumes oder in den wärmeren Jahreszeiten im Biergarten.

GANZJÄHRIG GEÖFFNET
Montag – Freitag 17 – 24 Uhr (Winter 23:00 Uhr)
Wochenende und an Feiertagen 12 – 15 Uhr und 17 – 24 Uhr (23:00)
Klingenberg 24
18573 Altefähr
Telefon: 038 306 / 75 248 http://www.athos-altefaehr.de



Direkt im zeitigen Frühjahr werden Sie bei der Zufahrt über die Bergener Straße den ganzen Kilometer beidseitig mit blühenden Krokussen begrüßt…
Die ersten Boote kommen wieder ins Wasser, auch wenn mitunter heftige Frühjahrsstürme für reichlich Wellen sorgen. Dann sind das wieder andere Eindrücke und eine ganz besondere Aussicht auf Stralsund.


Letztlich kommt auch der Sommer und bietet auch Einblicke vom Wasser aus. Schließlich fährt stündlich die Fähre von Stralsund nach Altefähr und zurück. Auch Rundfahrten auf dem Strelasund sind möglich, nicht zuletzt auch Charterfahrten ab Altefähr.

Der Frühling haucht dem Örtchen Leben ein, das im Sommer richtig pulsiert. Osterfeuer, Herings- und verschiedene andere Feste beleben den Ort zusätzlich. So zum Beispiel auch das jährliche Sundschwimmen, bei dem über 1000 Menschen den Strelasund schwimmend überqueren.

Bleibt mir nur eins: Ihnen einen schönen Aufenthalt zu wünschen. Und einen schönen Urlaub, wenn Sie gerade welchen haben.
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Fotos © Marius Jaster
Das wäre ja auch was für den Grünbereich am Wieker Bodden in Wiek.
Klasse Artikel über einen schönen Ort auf Rügen, Altefähr !
In den 80igern oft dort gewesen und diesen Herbst wieder „neu“ entdeckt!
Die Uferpromenade ist wirklich gelungen und sehr einladend , ein Besuch lohnt unbedingt!