Frühjahrsputz vom Keller bis zur Seele

Kennst Du das? Du hast ein Fahrrad im Schuppen oder im Keller und würdest gerne damit fahren. Aber es ist zu kompliziert. Da steht zu viel Zeug rum, spätestens beim Anblick der Spinnweben wird Dir jede Berührungslust genommen – und Luft ist ja sowieso keine mehr drauf. Und wo ist eigentlich die Luftpumpe?

Und wenn doch irgendwas Dich reitet, vielleicht doch… dann spätestens glotzt Dich das Schloss frech an – und Du lässt es.

Du steigst letztlich in Dein Auto – und fertig.Die meisten Menschen kennen diese Situation, vor allem aber auch – und wenn Du jetzt ganz ehrlich bist: So kompliziert läuft es gar nicht ab!

Alleine die Vorstellung in Deinem Kopf, wie es im Schuppen aussieht, reicht schon aus, sofort zum Autoschlüssel zu greifen. Ja, da genügt die Erinnerung an die letzte Begegnung mit dem Schuppen und schon ist sowieso nichts mehr möglich. Das Fahrrad steht also, und steht und steht.

Frühjahrsputz – da wird geputzt. Die Sonne macht Lust auf saubere Fenster, das lange helle Licht macht Lust auf weiße Gardinen und eine staubfreie Wohnung. Alles wird geputzt – frische Blumen und ein allgemeines Wohlbefinden kehren ein. Allerdings NUR bei dem, was wir gerade sehen.

Die wenigsten Menschen misten RICHTIG aus. Es ist zu viel! Da ist der Keller, der Schuppen und der Dachboden und vielleicht noch irgendwo hinter dem Haus eine Ecke mit Ramsch und ins Carport paßt kein Auto mehr rein… ist ja egal, das Auto selbst ist ja auch innen schon eine halbe Müllkippe. Da sind sie also, die vielen Ecken, die wir nicht immer sehen (oder ignorieren) und die vielen Türen, hinter denen wir schnell mal was verschwinden lassen…

„Wenn Du Dich nicht mehr richtig wohlfühlst, räume Deinen Keller auf!“

Paar
So richtig EINS geht doch nur, wenn der ganze „banale Unfug“ drum herum weg ist…

So einfach ist der Tipp der Fachleute. In unserem Unterbewusstsein gehört ALLES zu unserem Lebensbereich, was mit uns zu tun hat. ALLES! Auch das, was wir hinter verschlossenen Türen verstecken – es ist ja noch da und hindert uns am Fahrrad fahren. Es blockiert unser Glücksgefühl, denn egal, wie sauber Du Deine Wohnung putzt – im Unterbewusstsein (und das steuert 90 Prozent unserer täglichen Handgriffe!!!) arbeitet das bedrückende Gefühl: „Da ist noch was … und noch was… und irgendwann müsste ich mal noch…“.

Dieses Gefühl überlagert unser Glücksgefühl genauso, wie ein inzwischen unüberschaubarer Papierberg auf dem Schreibtisch oder ein ZUVIEL an Aufgaben, die vor uns liegen. Da denken wir an 1000 Dinge und schaffen doch nicht alles – wir verlieren den Überblick … und DAS kotzt uns an. Es hindert uns nämlich schlicht und ergreifend an einem echten schönen Leben im richtigen Moment: JETZT! Weil ja genau JETZT alles Andere doch noch irgendwo im Hinterkopf schlummert. Nicht immer als realer Gedanke, aber doch im GEFÜHL! Im Unterbewusstsein. Dabei verlieren wir unser unbeschwertes Lachen. Unser Leben. Zumindest einen großen Teil der Qualität unseres Lebens.

Was müssen wir noch alles erledigen, aufräumen, wegräumen, tun… bis wir sterben – oder anfangen können zu LEBEN? Und was WOLLEN wir noch alles erleben, machen, tun?

Also zuerst: Weg mit dem Ballast! Weg mit ALLEM, was uns an unserer Freiheit hindert! JETZT! Wann sonst?

Der Frühjahrsputz ist die beste Gelegenheit, mal richtig auszumisten. Entrümpele Dein Leben! ALLES!

Spuren im Sand
Jaaa, hinterlasse neue Spuren, DEINE Spuren!

Ich mache es immer so: Alles das, was mir in die Hände kommt und was ich ein ganzes Jahr nicht gebraucht habe, brauche ich NIE WIEDER! Es fliegt SOFORT weg… So bleibt immer Ordnung – und ganz am Anfang habe ich jeden Tag so lange überflüssige Dinge GESUCHT, bis ich jeden Tag auch 25 Dinge weggeworfen habe… und mit jedem Gegenstand den ich in die Tonne kloppe, werfe ich auch ein schlechtes Gefühl mit weg. (Natürlich werde ich nicht mein Ersatzrad im Auto + entsprechende Werkzeuge wegwerfen. Aber WIE VIEL -oder WENIG- Notfallwerkzeuge brauchen wir?)

Und dann kommt aber jenseits der materiellen Dinge der Rest, der wichtiger ist. Denn über was ärgern wir uns täglich alles? Wie viel Groll schlummert in unseren Bäuchen? Wieviel Streit, Wut und Hass? Und warum eigentlich? Wo kommt er her, wie lange schon… Jeder Mensch macht Fehler. Auch DU!  Immer wieder! Also ab in die Tonne auch mit dem seelischen Ballast!

Vor dem Vergessen kommt das Verzeihen! Das betrifft die Beziehungen zu anderen Menschen, vor allem aber auch die die zu Dir selbst!

Verzeihe den Anderen und Dir selbst! Zuerst Dir selbst, dann aber Deinen Mitmenschen auch. JETZT SOFORT! Du kannst – wenn Du es in Deinem Gefühl EHRLICH machst, sofort eine Erleichterung in Dir selbst erspüren.

Einmal richtig ranklotzen, einmal alles in Schuss bringen – den gesamten Lebensbereich! Und dann hast Du die Zeit und plötzlich auch die Muse zuzusehen, wie unbeschwert die Vögel leben. Und plötzlich kannst Du das auch: Vogelfrei leben. Was für ein Luxus!

Du bekommst Lust, Du holst schnell Dein Fahrrad aus dem Schuppen und während Du so schön radelst, spürst Du eine ganz neue eigene Zufriedenheit, Glück, Freiheit, Liebe zu Dir selbst als Grundvoraussetzung für die Liebe überhaupt und hast plötzlich ein unwahrscheinlich gutes Lebensgefühl. Eine befreite Seele also, die unendliche Freude ausstrahlt.

Und jedes befreite Lachen das Du verschenkst, bekommst Du zurück. Und das ist dann GLÜCK!

Kurzum: Mach Dir Dein Glück! Und verschenke es – es kommt zu Dir zurück!

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But not Forget…

Mach es JETZT! DANN bist Du ein leuchtendes Licht.

Aufgabe: Finde die Frau, die dazu passt. Na ja, es ist das Leben eben. Ach so, und die Frauen natürlich den Mann! Hätt ich fast vergessen…

Fotos: Marius Jaster ©

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Autor: Marius Jaster

Aus Liebe zur Natur, besonders aber zum Meer und zu den Landschaften, die von Wind und Meer geprägt sind, bin ich seit einigen Jahren als Ostseereporter unterwegs gewesen. Jetzt treibt mich als Inselreporter die Sehnsucht bevorzugt auf die Inseln, die ich mag. Und zwar nicht nur die der Ostsee. Ich arbeite als Freier Publizist und publiziere in verschiedenen Medien durch Texte, Bilder, Filme, sowie durch eigene Bücher.

2 Gedanken zu „Frühjahrsputz vom Keller bis zur Seele“

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