Die Gunst der Stunde – oder: Die „Kinder“ vom Bahnhof Putbus

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Titelfoto: Ja, manchmal wird es auch wacklig. (Foto / Effekte: Artur Jelito)

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Von links: Torben (14), Andrew (17) und Oskar (14) am Start vor dem Putbusser Bahnhof (Foto: Artur Jelito)

Die richtige Stunde für Torben, Andrew und Oskar ist gekommen, wenn sie Freizeit haben und die Straße trocken ist. Dann wird der Vorplatz vom Putbusser Bahnhof zur „Showbühne“ für ihren Spaß. Die Aufmerksamkeit vorübergehender Passanten ist ihnen sicher.

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Foto: Artur Jelito

Kommt gerade kein Bus und kein Auto, vollbringen sie mit ihren Rädern wahre Kunststücke. Ohne Helm und ohne Bremsen.

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Foto: Artur Jelito

Treffpunkt und Zeit für Erholungspausen ist die Bushaltestelle vor dem Bahnhof. Musik haben sie immer am Mann. Die Räder sind „über Kopf“ geparkt…

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Foto: Artur Jelito

… bis die Lust und die neue Kraft wieder zu neuen Taten ruft. „Kommt, es sieht schon wieder nach Regen aus, also JETZT weiter“, sagt Oskar.

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Foto: Artur Jelito

Und schon sitzen sie wieder auf ihren Rädern und üben weiter. Sie wollen besser werden. Schneller fahren, allein auf dem Hinterrad noch weiter kommen und vor allem höher springen.

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Foto: Artur Jelito

Auch die Treppe kommt ganz gelegen. Ein kurzes, heftiges Rattern durchdringt die Ruhe, während in der Ferne ein leichtes Schnaufen und Pfeifen zu hören ist. Ja, auch der „Rasende Roland“ fährt gleich wieder in Putbus ein. Da kommen gleich Menschen, also ist das der letzte Stunt für den Moment. Wie gesagt: Die Fahrt geht ohne Bremsen!

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Foto: Artur Jelito

Und so kommt nach der Treppe und ein paar Metern Straße schon die Verkehrsinsel, wo die Bushaltestelle steht. Diese Kante nehmen sie im Flug, während Torben checkt, das kein Auto und kein Mensch in der Nähe sind. Letztlich sind es ja aber auch nur Sekunden, die so eine Aktion dauert.

Die „kleinen Künstler“ haben ihren Spaß und finden es besser, als nur irgendwo abzuhängen. Und sie nutzen die Gunst der Stunde in jedem Moment. Dann, wenn keiner kommt – und wenn es gerade nicht regnet. Eine feuchte oder nasse Straße bietet für solche Abenteuer keinen Grip. Sie nutzen also immer wieder den richtigen Moment, wenn er gerade da ist. Keine schlechte Lebensphilosophie.

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Foto / Effekt: Artur Jelito

Neben den ersten Regentropfen kommt auch der „Rasende Roland“ angeschnauft und damit ist erst mal Pause.

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Foto: Marius Jaster

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Autor: Marius Jaster

Aus Liebe zur Natur, besonders aber zum Meer und zu den Landschaften, die von Wind und Meer geprägt sind, bin ich seit einigen Jahren als Ostseereporter unterwegs gewesen. Jetzt treibt mich als Inselreporter die Sehnsucht bevorzugt auf die Inseln, die ich mag. Und zwar nicht nur die der Ostsee. Ich arbeite als Freier Publizist und publiziere in verschiedenen Medien durch Texte, Bilder, Filme, sowie durch eigene Bücher.


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