Großartiger Naturschutzerfolg auf der Insel Rügen: Stark gefährdete „Feuerkröte“ nach Renaturierung in Schwarbe nachgewiesen

Insel Rügen: Von Dr. Axel Wessolowski, Redakteur Biodiversität „Heinz Sielmann Stiftung“ / Titelfoto: Rotbauchunke Foto: Dr. Hannes Petrischak, Heinz Sielmann Stiftung

Der renaturierte Teich in Schwarbe, ausgebaggert. Foto: LpvRü

In dem kleinen Ortsteil der Ostseegemeinde Altenkirchen, im nördlichsten Teil der Rügener Insel, entdeckte ein Biologe die streng geschützte Rotbauchunke. Der Nachweis gelang an einem Teich, dessen naturnahe Umgestaltung im Rahmen des BiotopVerbund-Projekts im Frühjahr dieses Jahres durchgeführt wurde und auch noch nicht abgeschlossen ist.

So sah es aus, bevor die Bagger kamen. Foto: LpvRü

Im Zuge einer Artenerfassung fand der beauftragte Biologe neben verschiedener Froscharten, einer Kröten- und einer seltenen Molchart auch die Rotbauchunke (Bombina bombina). Außerdem konnten zwei weitere Rotbauchunken durch ihr markantes Rufen – einer Wiederholung langgezogener tiefer „Huuhs“ – ausgemacht werden.

Rotbauchunke in Kleingewässer / Foto COPYRIGHT: INGOLF KÖNIG

„Erst Ende 2021 wurde der Teich entschlammt und Anfang 2023 schritt die naturnahe Gestaltung mit gezielten Rodungsarbeiten weiter voran. Dass sich schon jetzt Rotbauchunken auf der Fläche einfinden, ist ein großartiger Erfolg für den Naturschutz“, sagt Dr. Johannes Heinze, Leiter des BiotopVerbund-Projekts bei der Heinz Sielmann Stiftung. „Dabei steht dieser kleine Froschlurch stellvertretend für zahlreiche andere Arten, deren Überleben ebenfalls eng verknüpft mit dem Vorhandensein und der Erreichbarkeit von ökologisch intakten Kleingewässer ist.“

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Insel Rügen: Der Sturm hat die Strände geputzt. In Sassnitz hat er es wohl zu gut gemeint! Und DAS ist Sassnitz:

Die Mole in Sassnitz auf Rügen am 20. Oktober. Gemeinsames Wellen kucken. Ein bisschen Windgeschützt vom Haus links

Ja, so ein Herbststurm kann schon mal richtig reinschlagen. All den Schweiß, das“Pipi“… und was alles sonst noch so am Sandstrand hinterlassen wird: Bis zu den Dünen wegspülen. Leider auch allen möglichen Müll, der im Sand verbuddelt wurde. Das meiste sind wohl Zigarettenkippen. Plastik also, (Viele wissen nicht, dass die Filter aus Plastik sind.) das im Meer landet. Iss aber nicht schlimm! Die Fische fressen das und so kommt es über kurz oder lang dann via Fischbrötchen oder Fischmahlzeit auf dem Teller wieder direkt zu Dir zurück. Auch das andere hinterlassene Plastikzeug, wenn es durch Wind und Wellen kleingemahlen wurde. Ist einfach erklärt! Oder?

Das soll der schlimmste Sturm seit 100 Jahren gewesen sein. In Sassnitz war es durch die Steinbuhnen besonders beeindruckend.
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Krass! Flinten weg, Führerscheine weg, Wildbraten läuft noch im Wald. Dummheit in Tüten. Welcome to Rügen.

Vorab, bevor es richtig los geht: Da schreibt die Pozilei: Mit 2,11 Promille zum Brötchen holen. Der Text sieht dann so aus:

Am heutigen Freitag (16.12.2022) fuhren die Beamten des Polizeihauptreviers Bergen Streife, als ihnen gegen 07:00 Uhr ein PKW der Marke Opel aufgrund einer unsicheren Fahrweise auffiel. Auf einem Parkplatz in der Putbuser Chaussee stoppten die Polizisten einen 67-jährigen deutschen Mann von der Insel Rügen.

Eine Atemalkoholprüfung ergab, dass der Fahrer mit 2,11 Promille unterwegs zum Brötchen holen war. Anschließend wurde ihm durch einen Arzt eine Blutprobe zur Beweissicherung entnommen, die Weiterfahrt untersagt und sowohl der Führerschein als auch der Fahrzeugschlüssel sichergestellt.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den hungrigen Rüganer wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr. Das Führen eines Autos stellt ab 0,5 Promille eine Ordnungswidrigkeit und ab 1,1 Promille eine Straftat dar, die in der Regel mindestens ein Fahrverbot sowie eine Geldbuße oder -strafe nach sich zieht.

Und jetzt zum eigentlichen Artikel:

Fahrer betrunken, Beifahrer nüchtern. Warum nicht? Auf Rügen geht das. Dazu haben zwei Jäger Probleme mit der Pozilei. Und wenn Deine Frau wegen Alkohol nicht weiterfahren darf, holst Du sie bestimmt ab. Klar. Und dann wird gemunkelt, dass nur jede 600ste Alkoholfahrt überhaupt erwischt wird. Aber der Reihe nach:

Die Frage ist immer: Wie viele Kraftfahrer sind gerade gar nicht fahrtauglich? Die Pozilei findet ja immer nur eine kleine Auswahl – mit teilweise abenteuerlichen Geschichten.

Da staunte selbst die Pozilei auf Rügen nicht schlecht: Mitten im warmen Juli, an einem schönen Mittwoch – zwischen Frühstück und Mittagessen – führten sie auf Rügen zwischen Garz und Berglase eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Ein VW aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld wurde angehalten. Mit 87, statt erlaubten 70 km/h. Soweit kein Drama.

Aber: Der 39-jährige deutsche Fahrer (und auch Halter des Fahrzeuges) gab gegenüber den Pozilisten an, nicht im Besitz eines Führerscheins zu sein. Die Fahrerlaubnis wurde ihm bereits 2002 entzogen. Im Rahmen der Verkehrskontrolle wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt. Das Messgerät zeigte einen Wert von 1,23 Promille. Gegen den Fahrer ermittelt die Kriminalpolizei nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. 1-2-3 – ich bin dabei…

ABER:

Mit im Fahrzeug befand sich der 36-jährige Freund des Fahrzeugführers. Dieser war nicht alkoholisiert und ist im Besitz eines gültigen Führerscheins. Somit konnten die beiden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Fahrt fortsetzen, nur auf getauschten Plätzen im Fahrzeug.

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Geschäfte mit dem Tod. Achtung! Dieses Buch lässt Dein Herz höher schlagen… So lange Du noch eins hast!

Es ist mir also trotz aller guten Vorsätze wieder passiert: Gegen Mittag liefert die Post ein Buch zum Lesen, ich will nur mal kurz anlesen und plötzlich ist es nachts 3:00 Uhr! Ich habe das ganze Buch bis zum Schluss quasi inhaliert. Das lag wohl vor allem daran, dass mir gleich am Anfang kurz die Luft weg blieb. War eigentlich noch etwas an diesem – bereits vergangenem –   Tag? Ja, die Erkenntnis im Nachhinein: Ich habe einen Kriminalroman gelesen. Steht ja auch so drauf! (Alles Andere konnte in diesem Fall bis zum nächsten Tag warten.) Im Normalfall lese ich keine Krimis. Ich kam mir nur vom ersten bis zum letzten Moment vor, als säße ich im Kino und sehe einen Thriller der Superlative. Jedenfalls ist er so geschrieben, dass Du ihn in Bildern vor Dir sehen kannst… „Geschäfte mit dem Tod. Achtung! Dieses Buch lässt Dein Herz höher schlagen… So lange Du noch eins hast!“ weiterlesen