Wenn Du das Trinkwasser von La Palma mit Deutschland vergleichst, staunste nicht schlecht

NIMM UND TRINK! UND SCHMECKEN LASSEN! Auf La Palma geht das.

 Eine Wasserpumpe auf Rügen, an solchen Stellen zapfen viele ihr Wasser, oft ist es mit Nitraten erheblich belastet
Eine Wasserpumpe auf der Insel Rügen. Wer hier zapft, hat extrem belastetes Wasser in der Hand. Neben vielen Schadstoffen vor allem Nitrate von den Feldern. Konkrete Zahlen am Ende des Artikels.

Der Eindruck der nordwestlichsten kanarischen Insel La Palma, auch „La Isla bonita“ (die hübsche Insel) genannt (vollständiger Name: La Isla de San Miguel de La Palma) ist immer wieder gigantisch, magisch und überwältigend. Und ALLES ist anders als in Deutschland.

Magisch und überwältigen: La Palma
Magisch und überwältigend: La Palma

Beim genaueren Hinsehen wirkt sie allerdings ein bisschen unordentlich. Wasserrohre und Kanäle zerschneiden die Landschaft und nahezu jedes Grundstück. Sie durchziehen oberirdisch das ausschließlich vulkanische Gebiet. Riesige Wasserspeicher kommen hinzu. Vor allem auf der Westseite in den Bananenplantagen. Aber ehrlich: Wer soll denn Kilometerweit für Wasserleitungen die Felsen aufhacken? Ein Wunder – und durch gigantischen Aufwand, verbunden mit schweißtreibender Arbeit – ist schon das Straßennetz, das bis hinauf zum höchsten Gipfel führt.

La Palma hat von den kanarischen Inseln das meiste Wasser. Deshalb ist diese Insel auch so grün. Und dieses Wasser lässt sich im Gegensatz zu Deutschland – so viel sei vorab schon gesagt – bedenkenlos trinken. Wenngleich das Wasser abenteuerliche Wege fließen muss, bis es verwendet werden kann und es auch hier Unterschiede gibt.

Die kanarischen Kiefern "melken" obern auf den Bergen die Wolken
Die kanarischen Kiefern „melken“ oben auf den Bergen die Wolken

Einerseits kommt es aus etwa 120 Quellen des Herzens der Insel, der Caldera de Taburiente dem größten Vulkan mit einem 9 km breiten Kessel, der von 1800 Meter hohen Felswänden umschlossen wird. Mit 2426 Metern ist der Roque de los Muchachos am Rande des Kessels, (nichts anderes heißt Caldera), der höchste Gipfel des Kraterrandes und der gesamten Insel. “Wenn Du das Trinkwasser von La Palma mit Deutschland vergleichst, staunste nicht schlecht” weiterlesen

DER HIMMEL BRENNT – LA PALMA AUCH! Das ist NICHT drollig!

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Ja, so titelt BILD online heute. Ich sage: Verurteilt ihn nicht! Er ist kein Gangster, er ist kein Brandstifter – er ist noch nicht mal einer, der seinen ganzen Müll aus dem Autofenster wirft (wie hier auf Rügen üblich, weswegen die Straßengräben voll sind damit), sondern er ist einer, der – in diesem zarten jungen Alter – die Folgen nicht bedacht hat. Unaufmerksam war er. Er hat einen Fehler gemacht. Er wollte in bester Absicht sein Klopapier entsorgen. Und auch in 50 Jahren wird er noch sagen: „Das war der größte Fehler meines Lebens“. Und immer noch daran leiden. Immerhin kam ein Familienvater ums Leben. Abgesehen von den Kosten. Das ist ja hier in Deutschland bei manchen Menschen das Wichtigste. Und das Einzige, an was sie denken. Er wird es anders sehen, sich Vorwürfe machen sein Leben lang – und doch war es keine ABSICHT, kein Terrorakt… das Spiel mit dem Feuer ist in diesem Fall nur mal dumm gelaufen. Vergebt ihm!

Ein kleines Feuerchen – für einen Heiratsantrag… das geht auch. Aber: Aufpassen ist eben immer wichtig. Damit es nicht so aussieht:

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Was war passiert? Donnerstag, 4. August: Auf Rügen (Titelbild) brennt der Himmel mit einem vorherbstlichen Sonnenglanz. Auf La Palma brennt wegen dem Versuch, Klopapier zu verbrennen, der Wald. Angefacht zusätzlich durch einen heißen Calima-Wind. Der kommt aus der Sahara, schafft Temperaturen bis locker 40 Grad – Respekt vor den Feuerwehrmännern, die in voller Ausrüstung zum Feuer gehen. Und das in diesem Gelände!

Und heute, am 7. August sind schon mehr als 4000 Hektar Wald verbrannt.  Fast 6000 Fußballfelder! 6 Prozent der ganzen Insel! Und es hört nicht auf! Beim letzten großen Feuer (2009) kam niemand ums Leben und es waren „nur“ 2000 Hektar.

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